Deine Zukunft nach dem Abschluss

5 Gründe, warum Deine Zukunftsvision Dich voranbringt und 4 Tipps wie Du sie entwickelst

Manchmal habe ich Angst vor der Zukunft. Vor all dem Populismus, den Krisen, dem Hass, der Umweltzerstörung. Ich denke über mein eigenes Leben nach und frage mich, was ich da eigentlich schon wieder treibe. Und dann streife ich durch den Wald, sehe das Laub fallen und die Sonnenstrahlen durch die Bäume scheinen und weiß, dass ich es in der Hand habe. Ich kann meine kleine Welt oder auch die größere Welt um mich herum so gestalten, wie ich es für richtig halte.

Ich lebe im Hier und Jetzt und gebe mein Bestes, die Zukunft so zu gestalten, wie ich sie sehen will. Ich habe mich entschieden, mit Mut mein Leben zu gestalten. Das ist manchmal ziemlich angsteinflößend. 😀 Aber ich weiß, dass das der einzig richtige Weg ist. Weil es mich glücklich macht. Tatsächlich hatte ich schon mit 19 eine ausgeprägte Zukunftsvision, die ich über die Jahre vergaß. In meiner Abi-Zeitung stand genau ein Satz darüber, was ich in Zukunft machen werde: “Sie wird mit einer Horde Hühnern zusammen im Niemandsland leben.” oder so ähnlich. All die Jahre habe ich das nicht vergessen, aber mich selbst vergessen. Inzwischen habe ich diesen kleinen Part meiner Zukunftsvision wieder ausgepackt. Jeder kann eine Vision für die Zukunft haben. Eine kleine oder große.

Warum ich eine Zukunftsvision habe und warum Du auch eine haben solltest.
Weiter unten geht´s direkt zu den Tipps.

1. Yeah – Du hast ein Ziel!

Nein – ich werde nicht in Glückseligkeit verfallen, wenn ich mit Hühnern lebe. Sie stehen auch eher symbolisch für ein Lebenskonzept. Hast Du auch kleine Träumereien in Deinem Kopf? Was geistert da rum? Du musst nicht ein großes Ziel haben, auf das Du hinarbeitest. Auch kleine Hirngespinste und Träumereien sind etwas, auf die Du hinarbeiten kannst. “Ja, aber…”. Du hast Recht. Es gibt mehr als 1000 Gründe, keine Visionen und Träume zu haben und noch mehr sie nicht zu verfolgen. Aber wenn Du keine Ziele und Träume hast, warum machst Du denn das jetzt alles? Hm. Weißt Du auch nicht? Los, überlege Dir, wie Du die Welt und Dein Leben sehen willst und gib Dein Bestes, dorthin zu kommen.

2. Auch wenn´s mal schwierig wird…Du bleibst motiviert!

Nach der zigsten Absage für einen Job ist Deine Motivation wahrscheinlich ziemlich im Keller. So langsam fragst Du Dich, ob Du nicht doch noch einen Plan B entwickeln solltest bzw. ob Du jetzt auf ihn zurückgreifen solltest. Keep on rockin. Du hast eine Vision oder einen Traum. Vielleicht ist dieser Job auch (erstmal) nur Zweck zum Mittel. Das ist in Ordnung. Wenn Du aber weißt, warum Du Dich gerade mit dieser Frustration konfrontierst, wirst Du andere Wege suchen, Dein Ziel zu erreichen. Es hat bis jetzt nicht geklappt? Null Problemo. Du lernst daraus  und drehst an ein paar Schräubchen. Wenn es mit A nicht geklappt hat, klappt es womöglich mit B: einem anderen Bild, einem neuen Anschreiben oder Du probierst es mal bei Xing. Du bist wieder lost in space und weißt nicht, ob das was bringt. Aber Du weißt, warum Du es machst, liest Dich ein und holst Dir Hilfe. Denn Du weißt: das ist meine Motivation.

3. Raus aus der Komfortzone? Du hast Mut!

Es gibt Momente, in denen Du Deine Komfortzone verlassen musst. Du willst Dich initiativ auf einen Job bewerben und musst Dich überwinden, dort anzurufen. Doch woher kommt der Mumm? Der kommt, wenn Du weißt, wofür Du es machst. Nein, einfach nur einen Job haben – dafür überwindest Du Dich nicht. Wenn Du aber eine Vision hast und von etwas träumst und diesen Anruf als einen von vielen kleinen Schritten zur Verwirklichung Deiner Vision siehst, wird Dir das Verlassen Deiner Komfortzone viel leichter fallen. Ein kleiner Schritt für die Menschheit – ein großer für Dich. Und hast Du einmal Mut gefasst, wird da mehr Mut kommen. Du wirst Vertrauen in Dich gewinnen, weil Du siehst, es funktioniert. Es funktioniert, Deine Komfortzone zu verlassen. Chacka.

4. Es ergibt endlich alles Sinn. Du folgst einem Plan!

Da ist er wieder – der Plan. Schritt für Schritt ist eine gute Taktik. Es ist aber noch eine bessere Taktik, wenn Du so grob weißt, wo diese Schritte hinführen werden oder warum Du sie machst. Dich auszuprobieren ist total wichtig, da es Dir die Möglichkeit gibt, Dich und Deine Vorlieben und so auch Deinen Weg herauszufinden. Aber auch beim Ausprobieren ist die Frage „Warum probiere ich das aus?“ mit Sicherheit keine schlechte Idee. Welche Ideen und Fähigkeiten lassen Dich gerade diesen Schritt gehen? Du hast Dein Studium beendet und willst jetzt eigentlich etwas ganz anderes machen? Vielleicht eine handwerkliche Ausbildung machen? Oder reisen? Deine Eltern steigen Dir auf´s Dach. Aber in Deinem Kopf ergibt es alles Sinn. Denn Du folgst Deinem Herzen und hast womöglich insgeheim das Gefühl, dass Du zukünftig mit Menschen handwerklich arbeiten möchtest oder in die Politik gehen möchtest. Nur möchtest Du Klarheit oder bestimmte Fähigkeiten gewinnen. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht sinnig erscheinen mag. Wenn Du eine Idee von der Zukunft hast, die Du gestalten hast willst, sind die Schritte sinnvoll.

5. Du kreierst Dein Leben. Du fühlst Dich wirksam und sinnstiftend!

Es macht Dich zufrieden, wenn Du weißt, dass Du gezielt an Deiner Zukunft arbeitest. Du erlebst, dass Du aktiv Dein Leben und die Welt um Dich herum gestaltest. Du erlebst, dass Dein Handeln wirksam ist. Aus diesem Gefühl der Aktivität und des Handelns wirst Du Kraft für Dich selbst schöpfen. Du erlebst Dich selbst als jemanden, der etwas bewegen kann und erlangst so ein Vertrauen in Dich, das Dir wiederum Mut für Deine Entscheidungen gibt und Dich als Person strahlen lässt. Bis jetzt hast Du vielleicht nur das gemacht, was Dir als sicher erschien oder was Dein Umfeld und Deine Eltern Dir gesagt haben. Du fühlst aber, dass das nicht Du bist. Jetzt ist der richtige Moment, aus der passiven Rolle auszubrechen und Deinen Weg zu gehen. Auch wenn Du mit Gegenwind kämpfen wirst. Du wirst es schaffen. Denn es gibt gute Gründe, für Deinen Weg.

Zukunftsvision hört sich für Dich nach Utopie an? Nach Tagträumerei? Oder nach Steve Jobs?

“So weit so gut…”, wirst Du Dir vielleicht denken,”aber ich habe ehrlich gesagt, keinen Plan, was ich hier gerade mache…” – “Wie komme ich denn zu einer solchen Zukunftsvision? Brauche ich dafür eine Erleuchtung? Muss ich jetzt die Welt verändern wollen?”

Ich kann Dich beruhigen. Nein, Du musst keine Ambitionen entwickeln, der nächste Martin Luther King zu sein. Ich möchte Dich dazu ermutigen, Wünsche für Deine eigene Zukunft zu entwickeln und die Welt um Dich herum, aktiv mitzugestalten. Früher habe ich immer nach dem einfachsten Weg gesucht und heute merke ich, dass es einfach *pardon* geil ist, die Zukunft aktiv mitzugestalten und Hürden zu überwinden.

Und jetzt??? Wie komme ich denn jetzt zu dieser angeprisenen Zukunftsvision?

Meine 4 Tipps, wie Du Deine Zukunftsvision entwickelst

 

So eine Zukunftsvision entwickelt sich nicht über Nacht und auch nicht mal fix mit einer Mindmap. Eine Zukunftsvision entwickelst Du über Jahre, wahrscheinlich Dein ganzes Leben lang. Sie verändert sich stetig. Du machst neue Erfahrungen, triffst neue Mescnehn, hast neue Erkenntnisse. Das heißt, es schadet nicht, genau jetzt schonmal mit dem Visionieren anzufangen, oder? Aber wie stellst Du es an?

a) Lass Dich inspirieren

Das ist irgendwie mein Standard Lieblingstipp zu allem. Suche und finde Inspiration. Suche: sei ein Detektiv und halte die Augen offen. Schau auf youtube, facebook oder Pinterest, lies Bücher, schaue Dokumentationen. Was haben andere Menschen in ihrem Leben getan? Wie haben sie sich die Zukunft vorgestellt? Wie sind sie mit Rückschlägen umgegangen? Als ich 19 war, habe ich eine Ausbildung angefangen, weil ich dachte, ich könnte mir ein Studium nicht leisten. In meinen Pausen las ich ein Buch: “Erfolgreiche Unternehmerinnen in der Geschichte” oder sowas in der Art. Eine Geschichte handelte von Beate Uhse. Ja, genau. Die mit den Sexshops. Diese Frau hat mich zutiefst beeindruckt. Sie war als Fliegerin im 2.Weltkrieg unterwegs und hat danach Frauen bei der Empfängnisverhütung unterstützt, indem sie für sie fruchtbaren Tage errechnet hat. Weiter ging es damit, dass sie Kondome versandte und eine Infobroschüre herausgab. Das war nach dem Krieg! Was meinst Du, was sie für Ärger hatte? Aber sie hatte eine Vision: Frauen die Möglichkeit zur Verhütung geben und sie bei ihrer Selbstbestimmung zu unterstützen. Genauso hat mich aber auch ein Mitschüler, den ich eigentlich nicht sonderlich mochte, dazu inspiriert, meine Ausbildung zu schmeißen und mit dem Studium anzufangen. Er hatte den Traum trotz schlechten Abiturs Pilot zu werden. Und schaffte es. Ich wurde inspiriert ohne danach gesucht zu haben. Suche nach Inspiration, aber sei auch bereit Inspiration dort zu finden, wo Du sie nicht erwartest.

b) Wie stellen sich andere Menschen die Zukunft vor?

Lasse Dich nicht nur passiv inspirieren. Umgib Dich mit Menschen, die Lust haben, die Zukunft aktiv zu gestalten. Wie stellen sie sich die Zukunft vor? Wie treten sie dafür ein? Was treibt sie an? Es gibt viele Menschen, die sich aktiv einsetzen. Im Internet finden wir sie, wie zum Beispiel Akilnathan X. Logeswaran. Als (Social Media) Aktivist setzt er sich für eine Welt ein, in der  wertschätzende Kommunikation, interkulturelle Verständigung sowie breit zugängliche Bildung und Gesundheit selbstverständlich sind. In verschiedenen Projekten gibt er sein bestes, um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Aber auch in Deiner direkten Umgebung findest Du Menschen, die ihre kleine Vision von der Zukunft haben. Dein Nachbar fegt auch gerne mal Deinen Laub weg – und macht es gerne? Vielleicht wünscht auch er sich eine Welt, in der Menschen einander unterstützen. Er leistet seinen kleinen Beitrag für weniger Ellenbogengesellschaft und mehr Gemeinschaft. Es gibt Leute, die sich organsieren, um an einem Projekt für mehr Fahrradwege in Deiner Stadt zu kämpfen? Zukunftsvision! Wofür setzen sich Vereine und Initiativen in Deiner Umgebung ein? Wie kannst Du Dich selbst in ihnen wiederfinden?

c) Beobachte Dich selbst und Deine Umwelt

Eben jener Nachbar. Mit dem Laub. Oder auch die alleinerziehende Mama, die beim Bäcker arbeitet und Dich immer anlächelt. Deine Freunde, mit denen Du gerne ein Bierchen zischst. Was machen sie, die anderen Menschen um Dich herum? Was für Ideen von der Zukunft haben sie? Ihrer ganz individuellen, aber auch der kollektiven? Wie beschreiten sie ihren Weg? Was sind die Schritte? Tappe nicht in die Falle, dass Du Dich vergleichen willst. Jeder hat seine eigene Geschichte und beschreitet einen eigenen Weg. Also beobachte, fühle Dich selbst. Wie fühlst Du Dich dabei, was Du gerade machst? Was ist dir wichtig im Leben? Mit welchen Schritten willst und kannst Du Dein Leben gestalten?

d) Fang mit kleinen Schritten an.

Du weißt, Du willst mit Deiner Familie in der Zukunft irgendwo ruhig leben? Kein großes Tohuwabohu? Hey, wie gesagt. Du musst nicht der nächste Martin Luther King oder Frida Kahlo werden. Aber auch das ist eine Vision, die sich verwirklichen lassen will. Vielleicht folgst Du ausgetretenen Pfaden, um dieses Ziel zu erreichen? Fühlt es sich für Dich richtig an? Du hast das Gefühl, nicht so ganz? Du stellst Dir Deine Zukunft irgendwie anders vor? Oder Du hast genaue Vorstellungen von etwas und weißt aber nicht genau, wie Du dahinkommen willst? Fang mit kleinen -womöglich für anderen- unsichtbaren Schritten an. Du wünschst Dir mehr Liebe in der Welt? Lächele die grantige Verkäuferin an. Du hast die Vision, dass Deine Kinder gute Eltern haben werden? Nimm an einem Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung teil. Kleine viele Schritte werden Dich auch in Deiner Zukunftsvision klarer werden lassen, weil Du immer wieder neue Erfahren sammeln wirst und so mehr über Dich herausfinden wirst.

Viel Spaß und Erfolg mit Deiner Zukunftsvison!

Unsere Ideen von der Zukunft sind unterschiedlich und doch ähnlich. Es ist spannend und belebend, die Welt um uns herum zu gestalten. Aktiv sein braucht Zeit und Mut. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, die ersten Schritte zu gehen. Oder hast Du schon eine Vision von der Zukunft? Wenn ja welche? Teile sie mit mir.

 

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