Tipps zu effektiven Jobsuche

6 Tipps, wie Du Deine Jobsuche aktiv gestaltest und Deine Zukunft in die Hand nimmst

Die Jobsuche kann anstrengend sein. Kräftezehrend und frustrierend. Muss es aber nicht. Gestalte Deine Zukunft aktiv und suche zielgerichtet nach Deinem Job. Mit diesen Tipps wird die Jobsuche effektiver und bringt Dir Spaß.

1. Grenze Branche/Arbeitgeber/Orte ein

Womöglich hast Du während Deines Studiums schon Schwerpunkte gesetzt. Falls Du mit Deinem Master-Studium abgeschlossen hast, hast Du Dich in den letzten Jahren vielleicht ganz gezielt mit einem Thema beschäftigt.. Insbesondere in den letzten Semestern hast Du Kontakt mit entsprechenden Netzwerken gehabt und Dich schon orientiert, wo Du hin möchtest.
Vielleicht hast Du das aber auch nicht getan. Dann ist es jetzt an der Zeit. „Aber es gibt Doch so viele interessante Jobs. Ich kann mir das alles irgendwie vorstellen. Ich will mir da erstmal alle Möglichkeiten offen halten.“, wirst Du möglicherweise einwenden. Und ich sage Dir: „Jemand der alles will, will nichts.“ Zum einen wird Dir Deine Jobsuche viel leichter fallen, wenn Du einige spannende Branchen und Arbeitgeber herausfilterst und Dich voll und ganz auf sie konzentrierst, zum anderen kannst Du Dich so auch viel besser in Deiner Bewerbung positionieren. Auch wenn Du dich örtlich eingrenzt, kann das die Jobsuche erleichtern. Es ist super, dass Du 1000 Möglichkeiten in der großen weiten Welt hast. Aber es ist auch ganz schön angsteinflößend und überwältigend. Und Du willst nicht ängstlich und überwältigt sein, wenn Du Dich auf einen Job bewirbst, sondern motiviert und voller Tatendrang.

2. Arbeite Dein Profil heraus

Gerade bei Geisteswissenschaftlern ist es verbreitet, zu sagen: „Ja, aber das kann ja jeder.“ Sei es nun Texte schreiben, recherchieren, Situationen analysieren, Problemvorschläge geben, zuhören, Seminare planen…und und und. Nein, das kann nicht jeder. Die Liste könnte endlos so weitergehen. Auch wenn es keine Programmiersprache ist, heißt es nicht, dass das jeder kann. Es gibt einen Grund, warum Du Dein Studium gewählt hast. Vermutlich interessieren Dich die Themen besonders. Vielleicht hast Du Charaktereigenschaften, die sich in dem Studium besonders ausleben lassen. Und höchstwahrscheinlich hast Du in den letzten Jahren auch etwas gemacht außer Limonade zu trinken. Du hast Dich weiterentwickelt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, darüber nachzudenken, wie Du Dich in den letzten Jahren (oder auch schon davor: welche Kompetenzen hast Du schon als Kind gehabt?) entwickelt hast. Was sind Deine Stärken (und nein, pünktlich sein ist keine herausragende Stärke)? Bist Du ein Querdenker oder ein Längsdenker? Bringst Du neue Ideen oder entwickelst Du alte Ideen weiter? Arbeitest Du leidenschaftlich und chaotisch oder ruhig und penibel? Was hat Dein potenzieller Arbeitgeber davon, wenn er Dcih einstellt? Wenn Du weißt, was Du kannst und was Deine Eigenschaften sind, wird Dir der Bewerbungsprozess leichter fallen.

3. Setze Ziele, um produktiv zu arbeiten

Du verbringst jeden Tag mehrere Stunden auf diversen Jobbörsen und durchforstet das Internet nach Stellenangeboten, hm? Am Ende des Tages klopft Du Dir dann auf die Schulter, weil du wirklich produktiv warst und sooo viele Anzeigen rausgesucht hast, aber eigentlich fühlst Du Dich ziemlich unproduktiv? Ertappt. Hast Du schon einmal ausprobiert, Dir konkrete Ziele zu setzen, wie „Heute finde ich 4 Stellenanzeigen, die mich WIRKLICH interessieren. Dann recherchiere ich zu jedem Angebot den Arbeitgeber und finde online Meinungen und ggf. Mitarbeiter, die dort tätig sind.“ Wenn Du gezielt(er) vorgehst, wirst Du auf der einen Seite das Gefühl haben, dass Du wirklich voran kommst UND Du wirst auch schneller und vor allen Dingen bessere Ergebnisse erzielen. Außerdem wirst Du innerhalb von Absagen immer noch kleine Erfolgserlebnisse haben, wenn Du Deine kleinen konkreten Ziele erreichst.

4. Halte Aufwand und Nutzen im Gleichgewicht

Wie schon in Punkt 3 erwähnt: den ganzen Tag auf Jobbörsen herumhängen bringt Dich nur wenig weiter. Es gibt Die vielleicht das Gefühl ins Handeln zu kommen, aber de facto bleibst Du in der Theorie hängen. Der Zeitaufwand für das Browsen ist relativ hoch, der Effekt eher bescheiden. Vielleicht hast Du schon einmal vom Pareto-Prinzip gehört? Es besagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des Aufwands erreicht werden können. Ich oute mich als großer Fan. Überprüfe also genau, ob es wirklich Sinn ergibt, jetzt noch weiter dieses oder jenes zu tun. Checke ganz genau, ob Du das nur tust, um das Gefühl etwas zu tun oder ob es Dich auch weiterbringt. In diesem Bereich stellt uns unser Unterbewusstsein und unsere Angst gerne mal ein Beinchen…Wenn Du also spannende Angebote gefunden hast, komme ins Handeln. In der Zeit, in der Du 20 Jobanzeigen findest, kannst Du eine wirklich gute Bewerbung rausschicken. Was wird am Ende mehr bringen?

5. Gehe Deinen Hobbys nach und bilde Dich weiter

Du fragst Dich jetzt vielleicht, was Hobbys haben mit der Jobsuche zu tun haben. Die Jobsuche kann hart sein, anstrengend, frustrierend, kräftezehrend. All das. Du sollst plötzlich wissen, wer Du bist, was Du willst und das auch noch an den Mann oder die Frau bringen. Um nicht in den Jobsucher-Blues zu verfallen, ist es gut, wenn Du Deine Energie auch auf andere Dinge aufwendest. Dinge, die Dir Freude bereiten. Tätigkeiten, die Dir Erfolgserlebnisse geben. Erlebnisse, die es wert sind, von ihnen zu erzählen. Auf die Aufforderung „Dann erzählen Sie doch mal von sich.“ Im Bewerbungsgespräch mit schwarzen Rändern unter den Augen zu sagen „Ich suche seit X Monaten einen Job zu antworten. Ich bin verzweifelt.“ ist nicht cool. Selbst wenn Du wieder bei Deinen Eltern wohnst und momentan kein Geld hast oder Dich nirgendwo anmelden willst, weil Du nicht weißt, wann Du umziehst. Das ist nicht schlimm. Vielleicht gibt es ja Themen oder Tätigkeiten, die Dich schon immer interessiert haben oder hilfreich für den Jobeinstieg wären. Jetzt ist ein guter Moment, das volle Wissen des Internets zu nutzen und z.B. einen Online-Kurs zu belegen (bei Youtube oder auf Plattformen wie Udemy).

6. Erweitere Dein Netzwerk

Netzwerkveranstaltung. Bei dem Gedanken stellen sich Dir die Nackenhaare hoch? Nicht jeder ist der Typ Mensch, der auf Veranstaltungen geht, die gezielt zum Menschen kennenlernen gedacht sind. Fühlt sich ein bisschen wie eine Ü30-Party in der Stadthalle an, bei der jeder weiß, warum er da ist, aber keiner es zugeben will. Ein Netzwerk aufzubauen bedeutet aber viel mehr. „Wenn zwei sich treffen und jeder eine Idee hat, hat jeder am Ende zwei Ideen.“, sagte mir letztens ein Papa, der mit seiner ganzen Familie bei uns couchsurfte. Er hat Recht. Wenn Du mit anderen vernetzt, sei es zum Austausch über Dein Fachgebiet oder über Deine jeweilige Jobsuche, wirst Du neue Ideen bekommen, aber auch Feedback erhalten und das Gefühl haben, dass Du nicht allein bist. Das ist besonders wichtig, um motiviert zu bleiben. Außerdem ergeben sich ja vielleicht ganz neue Möglichkeiten? Nutze also Veranstaltungen in Deinem Umkreis, aber auch facebook, Xing, LinkedIn oder auch youtube und Instagram. Je nachdem, was zu Dir und Deinen Plänen passt.

Wenn Du das Gefühl hast, dass sich etwas bewegt und Du etwas bewirken kannst, wirst Du schneller vorankommen. Wenn Du Lust hast, Dich mit anderen über Deine Bewerbungsphase auszutauschen, komm jetzt in meine facebook-Gruppe „Job der Zukunft“. Dort kannst Du Fragen rund ums Bewerben stellen und Dich mit anderen austauschen.

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